Texas

Texas ist amerikaweit der Staat, in dem am meisten Hinrichtungen durchgeführt werden. Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe 1976 wurden über 550 Gefangene exekutiert.

 

Der Todestrakt für die derzeit über 230 männlichen Gefangenen befindet sich in der Polunsky Unit in Livingston.

Polunsky Unit Livingston

Texas is the busiest executioner of all states in the USA. Since the death penalty was reinstated in 1976, more than 550 inmates have been executed by the state of Texas. 

 

Currently more than 230 inmates are sentenced to death in Texas, most of them men who are housed at Polunsky Unit in Livingston.



Ich bleibe

von Troy J. Clark

 

Mein Verstand ein Verbrechen, geschlagen, beraubt

und ermordet von Gefühlen, geworfen in das Chaos

des texanischen Todestrakts für ein Verbrechen,

das ich nicht beging,

auf den Henker wartend.

 

Das Todeshaus mit vernarbten Seelen gefüllt,

sah ich über 300 Männer gehen, gefesselt an

die Liege, Nadeln in ihrem Arm, um Vergebung

bittend, für all den angerichteten Schmerz und Schaden.

 

Ich bin in der letzten Berufung und bald erhalte ich

einen Exekutionstermin, für mich ist es zu spät.

Aber wenn es an meiner Zeit ist, dem Tod zu begegnen,

werde ich auf Unschuld plädieren

mit meinem letzten Atemzug.

 

Ich wurde beschuldigt, manipuliert und gefangen in

einem tödlichen Spiel … langsam einen in den Wahnsinn treibend.

Kannst du meinen Schmerz spüren?

 

Trotzdem bleibe ich…

unschuldig!!!

I remain

by Troy J. Clark

 

My mind is a crime, it’s been beaten, robbed

And murdered of emotions, cast into the chaos

Of Texas Death Row for a crime

I’ve not done

Waiting for the executioner to come.


Feeding the death house with scarred souls

I've seen over 300 men go, strapped to

The gurney, needle in their arm, saying

Sorry for all the hurt and harm.

___

 

I’m on my last appeal and will soon get

An execution date, for me it’s too late

But when it’s my turn to meet Death
I’ll claim Innocence

with my dying breath.


I was blamed, framed, caught up in

A deadly game… slowly going insane.

Can you feel my pain?

___


Yet, I Remain...

Innocent!!!



TROY CLARK WURDE AM 26. SEPTEMBER 2018 HINGERICHTET!

TROY CLARK WAS EXECUTED SEPTEMBER 26th, 2018!

His last words - seine letzten Worte:
"I’m not the one that killed Christina, so whatever makes y'all happy.

I love y'all. I’ll see you on the other side."
"Ich bin nicht derjenige, der Christina getötet hat, aber, was immer euch glücklich macht.

Ich liebe euch alle. Ich sehe euch auf der anderen Seite."

 


 

 

 

 

 

 

 

Kunst

von Charles Raby

 

 

 

 

 

 

 

Art

by Charles Raby



Liebe in Vergebung

von Charles Flores

         

Ich vergebe dir, was du gesagt und getan hast.
Ich vergebe dir das, was du für die Wahrheit hältst.
Ich vergebe dir, dass du das von dir verursachte Leid auf die leichte Schulter nimmst.

 

Ich vergebe dir, dass du dich nicht entschuldigt hast.
Ich halte meine Liebe nicht zurück.
Sollte ich das jemals tun,

bitte vergib mir.

 

Modernes Gebet aus Tel Aviv, Israel

 

Hast du dir jemals die Zeit genommen über Vergebung nachzudenken? Ich meine, wirklich intensiv betrachten, was Vergebung mit sich bringt? Vergebung ist ein Grundsatzproblem. Wir müssen wissen, dass Gott uns vergibt, und wir müssen wissen, dass andere uns vergeben. Irren ist sicher ein Teil der menschlichen Erfahrung, aber ohne jeden Zweifel – vergeben zu können ist göttlich.

 

Auf die Jahre zurückblickend denke ich darüber nach, wie ich war, als ich diese Reise anfing, und wie schwierig es war sie zu bewältigen. In diesen Tagen war ich voller Stolz/Ego, und Ego und Vergebung sind wie Öl und Wasser, sie lassen sich nicht mischen. So war ich die längste Zeit nicht in der Lage auch nur in die Nähe der Vergebung zu kommen, tatsächlich habe ich zu dem Zeitpunkt meines Lebens weder verstanden, was Vergebung überhaupt bedeutet, noch wusste ich, wie man vergibt. ...

 

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Lesen Sie den vollständigen Text von Charles Flores:
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Love in Forgiveness

by Charles Flores

 

I forgive you for what you have said and done.

I forgive you for what you believe to be true.

I forgive you for making light of the hurt

you have caused.

 

I forgive you for not saying sorry.

I do not withhold my love.

If I ever do so,

please forgive me.

 

Modern Prayer from Tel Aviv, Israel

 

Have you ever taken the time to think about forgiveness? I mean really contemplate what forgiveness entails? Forgiveness is a bottom line issue. We need to know we are forgiven by God and we need to know we are forgiven by others. To err is definitely part of the human experience but without a shadow of a doubt to forgive is divine.

 

 

Looking back over the years I think of what I was like when I first began this journey and how difficult it was for me to cope. In those days I was consumed with pride/ego, and ego and forgiveness are like oil and water, they do not mix. So for the longest time I was unable to get anywhere near forgiveness in fact at that point in my life I did not understand what forgiveness was, nor did I know how to forgive. ...

 

 

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Ein krankes Portrait

von Pete Russell

         

Ich male dieses Bild für diejenigen Menschen in der freien Welt, welche aufrichtiges Interesse haben an den psychischen und physischen Gegebenheiten hier im Todes-trakt von Texas. Wo Menschen lebendig hinkommen und in den meisten Fällen den Ort nur tot wieder verlassen! Gott wird uns nach Hause holen, die Tränen einer Mutter reflek-tieren die Jahre, in denen sie ihren Sohn nicht küssen konnte.

 

Was ist falsch mit diesem Bild

Was ist falsch mit diesem Bild

 

Ich bin gezwungen dieses Bild ohne den traditionellen Pinsel zu malen; aufkommende Emotionen kurz vor dem Ausbruch, auf einer seelischen Leinwand aus Wahnsinn. Jeder Pinselstrich beschreibt den leeren Raum in einem leeren Verstand. Die Farben, die ich nutze, sind farbenblind, sie haben ihren Verstand verloren. Selbst der Verstand denkt, er sei verrückt – lass meinen in Ruhe!

 

Was ist falsch mit diesem Bild

Was ist falsch mit diesem Bild

 

Sie stehen an der Tür, warten auf den Einkauf und wissen, dass sie kein Geld haben. Warten auf eine Tasche, die sie nie sahen oder hatten, lediglich ihren Wahn steigernd. Manchmal drehen sie durch. Stehen an der Tür, versuchen die große Welt mit geschlossenen Augen zu entdecken, beschreiben Dinge, die sie niemals gesehen haben, wie den Sabber am Munde eines Babys. Stark behandelt mit Tabletten – während er sich Fäkalien auf die Haut reibt. Ich frage mich, hat er Freunde? Das Todestrakt-Syndrom lässt sie nicht los.

A Sick Portrait

by Pete Russell

 

I paint this picture for those people in the free world, who are sincerely inquiring about the mental and physical conditions here on Texas death row. Where people check in, and most of the time we are rolled out dead! God will take us home, a mother’s tears reflect the years not being able to kiss her son.

 

 

What is wrong with this Picture

What is wrong with this Picture

 

I am forced to paint this picture without the traditional brush; emotions building up, about to erupt, on a mental canvas of madness. Each stroke depicting empty space of an empty mind; the colors I use are color blind; they have lost their minds. Even the mind thinks he´s crazy – leave mine alone!

 

What is wrong with this Picture

What is wrong with this Picture

 

They stand at the door waiting on store, know that they don’t have no money. Waiting on a bag they never seen or had, only increase the mad. Sometimes, they are psyched out. Standing at the door trying to explore the big world with eyes closed, describing things they’ve never seen, like a baby drooling at the mouth. Heavily medicated with K.O.P´s – while rubbing feces on his skin. I wonder does he have friends? The death row syndrome won’t leave them alone.


CHECK OUT THE BOOK WRITTEN BY PETE RUSSELL:

Texas Death Row Yogi

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Das Leid meines Lebens

von Walter Sorto

 

Mein Name ist Walter Alexander Sorto. Ich bin 39 Jahre alt. Ich wurde in El Salvador geboren, Sohn von Maria Noemi Sorto und Juan Antonio Diaz. Meine Mutter war nur 14 Jahre alt, als sie mit mir schwanger wurde, sie lebte mit meiner Großmutter Maria und zwei Brüdern und zwei Schwestern. Sie war die Dritte von fünf Kindern. Als sie mit mir schwanger wurde, wusste niemand davon, außer einer Freundin von ihr namens Magdalena, die genauso alt war wie meine Mutter.

 

Meine Mutter verheimlichte ihre Schwangerschaft die kompletten neun Monate bis zu dem Tag, an dem ich geboren wurde, an diesem schönen Tag des 10. August um 8 Uhr abends, das war der genaue Zeitpunkt meiner Geburt. Als sie mich zur Welt brachte, ließ sie mich – von Angst wie versteinert – in einem Trog zurück, der für das Schweinefutter benutzt wurde und hinter der Küche meiner Großmutter stand...

 

Zu dieser Zeit kam ein Sturm auf und meine Großmutter Maria verließ die Küche, um ein paar Holzscheite zu sammeln, um am nächsten Tag kochen zu können. Sie bereitete immer das Essen für meinen Großvater Jose und zwei meiner Onkel. Als sie das Holz zusammensuchte, hörte sie hinter dem Haus ein kleines Kind schreien. Sie war sich nicht sicher, was sie hörte, da in diesem Moment ein starker Wind wehte. Zudem war es sehr dunkel, da wir keine Elektrizität hatten, nur ein Gaslicht brannte an dem Ort, von dem das Schreien des Babys kam. ...

 

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Lesen Sie den kompletten Text von Walter Sorto:
The Suffering of My Life_D_Sorto_TX.pdf
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The Suffering of My Life

by Walter Sorto

 

My name is Walter Alexander Sorto. I am 39 years old. I was born in El Salvador, son of Maria Noemi Sorto and Juan Antonio Diaz. My Mother was only 14 years old when she became pregnant with me, she lived with my Grandma Maria and two brothers and two sisters. She was the third of the five children. So when she became pregnant with me no one knew, just a friend of hers named Magdalena, the same age as my mother.  

 

My mother kept her pregnancy a secret for the entire nine months until the day I WAS born, that fine day of August 10th at 8pm, which was the hour when I was born. When she gave birth to her son, petrified with fear she abandoned me in a trough where they put the food for pigs, which was behind my grandmother's kitchen… 


          At this time a storm was coming and my grandma Maria went out from the kitchen to get some pieces of wood to be able to cook the next day, because she always got on to prepare food for my grandpa Jose and my two uncles, while she was picking on the wood she heard that behind the house a small child was crying, but she wasn't sure if that was what she heard, because there was a lot of wind in that moment, and besides it was very dark because we didn't have electricity, only gaslight at the place where the baby's cries were coming from. ...

 

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Not my America

by Charles Mamou Jr.

 

Fake News

Alternative Facts

A government shut down means delayed Income Tax

Rocket Man shoots missiles

AR 15's shoots kids

It's not guns - it's people stupid

We all need Cupid

For we seem to have lost our way

Not My America

Land of the free?

The brave?

The incarcerated -

It’s complicated and jaded

Mass incarcerations...

Recantations…

DNA exonerations...

Prison reform?

Talking points is the norm

And still they build more prisons so minorities can live in

#METOO

Not My America

But it is

And the whole world now can see

This...

This thing we call Trumpinsanity

Where’s our Humanity?

Nationalism dominates

Racism infiltrates

None of us are worthy of entering those Pearly Gates

Americanism?

Let the Native Indians lead that debate

May every man be for himself

In hopes that God be for us all

We don't need a Wall that will only divide and separate

We need civility not hate

Something we find hard to contemplate

Not My America

 

But it is...

It is MY AMERICA!



Zeichnung

von Charles Raby

Lady of Justice

Art

by Charles Raby

Lady of Justice


Learn more about Charles Raby at: www.savecharlesdraby.com


Achterbahnfahrt

von Humberto Garza III

 

     Hier im Todesstrakt von Texas zu sein, ist vergleichbar mit einer Achterbahnfahrt. Es ist voll von Höhen und Tiefen und du weißt nie, was nach der nächsten Kurve kommt…

 

Es ist eine emotionale Fahrt, die dich psychisch und auch körperlich brechen kann. Und ich habe gelernt, mich während der ganzen Fahrt festzuhalten ... und mich nicht von diesem Ort brechen zu lassen. Ich kann mich und die Leute, die mich lieben und an meiner Seite sind, nicht durch diese lebende Hölle runterziehen lassen…

 

Ich war immer ein optimistischer Mensch und sehe immer eher die helle Seite des Lebens. Ich wurde auf diese Weise erzogen. Um meinen Kopf und mein Kinn aufrechtzuhalten, unabhängig davon, was das Leben mir auferlegt ... und wenn es mich niederschlägt ... mich wieder aufzurichten und den Staub abzuschütteln.

 

Als ich hier in dieser grauen Betonwelt angekommen bin, ohne jegliche echte Farbe, konnte ich nicht verstehen, "WARUM" hier Menschen das Leben, ihre Berufungen und den Kampf aufgeben ... und dem Staat erlauben, sie hinzurichten ... sie geben einfach ihr Leben auf.

 

Im Laufe der Jahre aber konnte ich sehen, "WARUM", und auch verstehen, "WARUM" jemand hier sich entscheidet dies zu tun. Das ist KEIN Ort zum Leben. Es ist eine graue, düstere, leblose Welt, die einen Menschen brechen kann. ...

 

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Lesen Sie den vollständigen Text von Humberto Garza III:
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Roller Coaster Ride

by Humberto Garza III

 

     Being here on death row in the state of Texas is similar to being on a roller coaster ride. It's full of ups and downs and you never know what's around the next turn…

 

It's an emotional ride that can break you mentally and also physically. And I've learned to hold on tightly throughout the ride... and not let this place break me down... I can't let myself down and those people that love me and stand with me and by me through all this living hell…

 

I have always been an optimistic person and always tend to see the bright side of life. I was raised that way. To keep my head and my chin up regardless of what life may throw at me… and if it knocks me down... to pick myself up and dust myself off...

 
         

When I first arrived here in this gray concrete world void of any real color; I could never understand "WHY" a person here would give up on life and drop their appeals and give up the fight... and allow the state to execute them... Just simply give up on life...

 

But, slowly through the years I have come to see "WHY" and to also understand "WHY" someone here would decide to do that. This is "NO!" place  to live. It's a gray gloomy lifeless world that will break a person. ...

 

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Read the complete essay of Humberto Garza III:
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Death to Insanity

by Gary Green

 

Each day I battle insanity.

Today, I am losing the battle.

Yesterday I won the battle, only to fight the fight again today.

This fight one can’t praise oneself when you do win. Due to the fight?

Struggle only appears again to battle you all over again each day.


Yes, I dwell in an environment which pulls at your sanity,

because of its design. Is the system broke? No!

It is doing all it’s supposed to do. Rob you of your sanity.

To reduce you into less than human, a subhuman, an animal by design.

I can’t control the environment I’m located in/at,

but I can try to control the environment within.


The fight I am up against daily is much bigger than me.

This is why we need you to cheer us on and help us continue to battle

the daily fight to put death to insanity.

If only for that day. Because it’s a daily battle.


So many days I lose my mind such as now.

In hope the start of tomorrow I can find what I lost the day before (my mind).

So please help me call „Death to Insanity“…

Death to Insanity…

             Death to Insanity…

                          Death to Insanity…

                                   Death to Insanity…

                                               Death to Insanity…

                                                            Death to Insanity…

                                                                         Death to Insanity…

 
22 to 24 hours per day IS Insanity, when confined without human contact…

This is much bigger than me but together we all can make an impact…

 

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Deutsche Übersetzung des Gedichts "Death to Insanity" von Gary Green:
Death to Insanity_D_Green_TX.pdf
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Ein grosser Yogi

von Charles Flores

 

Auf meinen Reisen verbrachte ich Zeit mit einem großen Yogi. Einmal sagte er zu mir:
„Werde so still, dass du das Blut hörst,

das durch deine Adern fließt.“


Eines nachts, als ich in Ruhe saß,

schien ich am Rande des Eingangs
in eine Welt zu sein, von der ich weiß,

dass es die Quelle von allen von uns ist.
– MIRA

 

Am 05. Juli 2011 wurde der Todestrakt der Polunsky Unit auf Lockdown-Status gesetzt (d.h. es ist keine Bewegung der Gefangenen erlaubt) und die Gefängniswärter begannen eine systematische Durchsuchung im Gefängnis von einem Ende zum anderen und suchten alles, was sie als Schmuggelware betrachteten – alles, was ein Gefangener nicht haben darf. Während dieses Prozesses wird alles in meiner Zelle durch die Sicherheitsleute, die in diesem Todeslager des 21. Jahrhunderts arbeiten, auseinandergenommen einschließlich meiner eigenen Person.

 

Für mich war dieser Prozess bereits eingetreten. Die Wachen sind in meinen Wohnbereich gekommen und befahlen mir alle meine Kleidung auszuziehen (sodass sie darin nach Schmuggelware suchen können), dann wurde mir erlaubt, mich wieder anzuziehen. Dann legten sie mir Handschellen an, öffneten die Tür und brachten mich aus der Zelle. Sie steckten mich in eine Dusche, die 4x6 Fuß groß war und ließen mich da für eine Stunde, während sie gründlichst meine Sachen in meiner Zelle durchsuchten. Das passiert mindestens 4x im Jahr im Todestrakt von Texas. ...

 

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Lesen Sie den vollständigen Text von Charles Flores:
A Great Yogi_D_Flores_TX.pdf
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A Great Yogi

by Charles Flores

 

In my travels I spent time with a great yogi.

Once he said to me,

”Become so still you will hear the blood flowing through your veins.”

 

One night as l sat in quiet,

l seemed on the verge of entering a world inside

so vast I know

it is the source of all of us.

 - MIRA

 

           On July 5th, 2011, Polunsky Unit Death Row was put on lockdown status (meaning no movement by prisoners is allowed on the unit), and the prison guards began a systematic search of the prison grounds, starting at one end and working their way to the other, looking for what they consider contraband - anything a prisoner should not have. During this process, everything in my cell is rooted through by these security guards who work at this twenty-first century death camp, including my own person.

 

For me, this process has already occurred. The guards have come to my housing area and ordered me to remove all my clothing (so they can check it for dangerous contraband, you see), then allowed me to get dressed, then handcuffed me, rolled open the cell door and escorted me out of the cell. I'm put in a shower that is 4ft x 6ft in size and left there for an hour while they search thoroughly through my belongings in the cell. This happens to Texas Death Row at least four times a year. ...

 

 

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Read the complete essay of Charles Flores:
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Leben im Todestrakt

von Charles Raby

 

In Livingston, Texas, in der Polunsky Unit befindet sich der texanische Todestrakt. Wir, ich, kamen am 18. November 1999 aus der alten Ellis One Unit in Huntsville, Texas, hier in die Polunsky Einheit. Ellis Unit war ein ganz anderes Gefängnis. Zum einen ist es schon über 100 Jahre alt und gebaut wie viele andere alte Gefängnisse. Zum anderen durften wir dort arbeiten, hatten Freigang in Gruppen, Fernsehen, Gottesdienste und konnten Kunstmaterial von einem öffentlichen Lieferanten kaufen.

 

Doch dann kam der große Ausbruch. Sechs Häftlinge versuchten zu fliehen und einem gelang es tatsächlich, über den Zaun zu kommen und wegzurennen. Es war Martin Gurule, ein Todestraktinsasse, ich kannte ihn. Er war ein guter Kerl. Er war der Einzige, der den Zaun erreichte und nicht stoppte. Der Rest schaffte es nicht und als der erste Schuss von den Wachtürmen abgefeuert wurde, warfen sie sich zu Boden, während Martin fest entschlossen war, entweder über den Zaun zu gelangen oder aber währenddessen erschossen zu werden. Ich denke, er war der Einzige, der es ernst meinte. Und so schaffte er es, wurde von einer Kugel gestreift, gelangte in den Wald, und ich glaube, er hatte sämtliche notwendige Extrakleidung an, damit ihn der Draht nicht zerschneiden konnte. Sobald er an einen Fluss kam, versuchte er mit all dem Zeug zu schwimmen und ertrank dabei. Er hatte noch alles an, als sie ihn über eine Woche später fanden. Aber er hatte es geschafft. Die Konsequenz von der Flucht dieser Kerle war, dass sie den ganzen Todestrakt in dieses Höllenloch hier verlegten.

 

Früher hieß es Terrell Unit, später wurde es in Polunsky umbenannt, nachdem Mr. Terrell, nach dessen Namen die Einheit benannt worden war, sagte, er wolle nicht, dass sein Name mit der Todesstrafe in Verbindung gebracht wird. ...

 

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Lesen Sie den vollständigen Text von Charles Raby:
Life on Death Row_D_Raby_TX.pdf
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Life on Death Row

by Charles Raby

 

Livingston TX, Polunsky Unit is where they house Texas Death Row (DR). We, I, came to Polunsky Unit back on November 18, 1999 from the old Ellis One Unit in Huntsville TX. Ellis Unit was a much different prison, first it is over 100 years old, and built like many of the old prisons. Plus over there, we were allowed to work, had group recreation and TV, had church service, and could make outside art supply purchases from a public vendor.

 

But then the big escape happened. 6 Inmates tried to escape and one actually succeeded in getting over the fence and making a run for it, Texas Death Row prisoner Martin Gurule, I knew him. He was a good guy, he out of all the rest was the only one to hit the fence and kept going, the rest hit and at as the first shot was fired from the guard towers, they hit the ground while Martin had his mind dead set on getting over it or getting shot trying to get over it. I think out of all of them, he was the only one who was serious about it. So he made it, was grazed by a bullet but kept on going, made it to the woods and to my belief, he had all that extra clothing on and a bunch of card board so he wouldn’t got cut up on the razor wire. So once he came to a river, tried to swim it with all that stuff on and drown. He had all that stuff still on him when they found him over a week later. But he made it. So as a result for those guys trying to escape, they shipped all of Death Row to this hell hole.

 

It used to be called Terrell Unit, but later they changed it to Polunsky after the guy Mr. Terrell which the unit was named after, said he didn’t want his name associated with the Death Penalty. ...

 

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Read the complete essay of Charles Raby:
Life on Death Row_E_Raby_TX.pdf
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Sometimes

by Charles Mamou Jr.

 

Sometimes…

I wish I was a kid again

Living in a world free of sin

Free from wars that has no meanings

Sure!

I’m still California Dreamin’

Leaning on my own understanding

Tired of Politicians’ deceptive grandstanding

Telling you what you want to hear

So they can get your vote

it’s either the Ballot or the Bullet

not watermelon nor chicken

And just because I eat at Chick-fil-A

don’t make me anti-gay

it just means I accept marriage to mean a husband and a wife

I’m pro-life…

Live and let live…

To be or not to be…

and yet,

 

Sometimes…

I just want to kick back and eat a pork sandwich

while watching Charlotte play with her web in search for Wilbur

Follow me?

 

Sometimes…

Society can be a cruel place

often making me feel like a mental-case

worrying about my family’s safety

not caring whether or not if the Executioner hates me

Humans will always be at odds with Humanity

it’s the essence of insanity

„One Nation Under God“, has never existed

Uncle Sam keeps murderers enlisted

Never forget My Lai, Vietnam of 1968

 

Sometimes…

Some times it can be a little too much

I often feel that I’ve grown out-of-touch

I shun liars and speak the truth

having immature folks call me a nincompoop

My mother tells me I just don’t understand

while I explain to her I speak with the tongue of a changed man

My so-called friends say these nine pounds of steel

has messed with my brain

 

Sometimes

I only wish they could feel my pain



Texas Skull and Scales

Drawing by Charles Raby

Zeichnung

von Charles Raby



Walk This Way

by Charles Mamou Jr.

         

Walk This Way

is what Aerosmith and Run-D.M.C. screamed – rapped into a hit,

thou they have no clue – 

about this Texas Death Row bullsh**

How sleep-deprivation causes inmates to vociferously scream

while loneliness chases away all promising dreams

 
Walk This Way

and it may cause you to have a stress induced stroke

proving that Texas injustice isn’t a joke

 
Walk This Way

to see the window of misery through my eyes

I often wonder if God pays attention to any of my cries?

Cause if 2 + 1 = 3

then how come two shackles on one man don’t equal…

SETTING ME FREE?

 
Walk This Way

allowing me to explain

how locking up any human-being in isolated confinement

is a gawd-damn shame

 
Walk This Way

breathe in-and-breathe out

contemplate what the death penalty is really about

it’s not about innocence nor guilt,

nor males verses females

it’s about derailing human minds into a living Hell,

called Polunsky

where the owners are a bunch of undercover Penn State Sanduskies

 
Walk This Way

and cast upon me some HOPE

or leave me alone getting high on this Justin-4 medical dope

cause redundancy here ist like a leaking silicone

and like OZ’s Dorothy

I Just Want To Go Home!

 

Walk This Way

Talk This Way

but keep your kisses!

 


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Deutsche Übersetzung des Gedichts "Walk This Way" von Charles Mamou Jr. mit Erläuterungen:
Walk This Way_D_Mamou_TX.pdf
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