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... zu unseren Lesungen:

>> Ich weiß nicht genau, was ich erwartet hatte. Eines aber nicht: Ausgesprochen tiefgründige und vielschichtige Texte sowie Beschreibungen der eigenen Situation und der Umwelt mit seismographischer Feinheit ohne falsche Larmoyanz. Wer sich der Herausforderung stellen will, ohne Rücksicht auf Stereotype von Gut und Böse in eine tiefe Gedankenwelt über Sein und Sinn, Macht und Ohnmacht und über Lebensfreude im Angesicht des Todes einzutauchen, dem empfehle ich das von Gabi Uhl herausgegebene Buch "Leben im Todestrakt - Life on Death Row: Beiträge von Häftlingen in den Todeszellen der USA"...<<

 

>> Die Lesung war so eindringlich, dass sie für mich bis heute nachdenkenswert und damit unvergessen ist. Regie und der atmosphärische Ton, der damit möglich wurde, hatten ein hohes Niveau. Die Texte der Strafgefangenen sind kostbar an Literatur und meditativem Nachdenken, anregend und empfehlenswert. <<

 

>> Wir hatten Worte von verbitterten Menschen erwartet, die mit ihrer Situation hadern, die sich über Haftbedingungen beklagen, die mit unserem Verständnis von Menschenwürde unvereinbar sind, und die auf eine Neuauflage ihrer Prozesse oder zumindest darauf warten, dass das gegen sie verhängte Todesurteil nicht (so schnell) vollstreckt wird. Zu hören bekamen wir Gedanken, die man ohne Übertreibung als meditativ beschreiben kann; Schilderungen von Beobachtungen, die wir alle machen (Sonnenaufgänge, blühende Bäume), aber nicht – und schon gar nicht mit dieser Sinnesschärfe – wahrnehmen, weil sie für uns nichts Besonderes mehr sind; Zeilen von Menschen, die sich nicht brechen lassen und die willens sind, ihren letzten Gang aufrecht zu gehen. Und Emotionen, die in krassem Gegensatz zu den Taten derer stehen, die sie zu Papier gebracht haben. <<

 


 

... zu unserem Buch:

 

>> Ein sehr persönliches Buch mit wunderschönen Geschichten, sehr nachdenklichen und berührenden Erzählungen, schönen Bildern und vor allem mit einem Blick auf die Menschen, die zum Tode verurteilt wurden. Es geht nicht um Rechtfertigung oder Anklagen, sondern nur darum zu zeigen, dass es immer noch Menschen sind, die in den Todestrakten unter zum Teil unmenschlichen Bedingungen jahrelang leben müssen. Ich habe das Buch verliehen an Bekannte, die sich bisher nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt hatten und auch nicht sonderlich daran interessiert waren, und habe es jedesmal mit einer gewissen Betroffenheit zurückbekommen. Das Buch berührt. <<

 

>> Durch die zusammengetragenen Werke von verschiedenen Häftlingen, die zum Tode verurteilt wurden, bekommt man ein sehr intensives Bild vom Leben im Todestrakt, das man von außen sonst kaum erlangen kann. Die Texte berühren und regen zum Nachdenken an und liefern einen einmaligen Einblick hinter die Gefängnismauern, wo sicherlich weitaus mehr zu finden ist als nur das personifizierte Böse. <<

 

>> Es ist eine wunderschöne Sammlung an Geschichten, Gedichten und Bildern und zeigt die menschliche Seite der Gefangenen und dass sie keine herzlosen Monster sind. Die Beschreibungen über das Leben in der Todeszelle machen sehr traurig und nachdenklich. Aber es gibt auch schöne Geschichten: Mir hat besonders gut die Geschichte von der Spinne Charlotte gefallen. <<

 

>> Meine Mutter hat bereits mehrere Beiträge gelesen. Sie war sehr ergriffen (sagte aber, sie könne immer nur ein paar Texte lesen, da sie einem eben sehr nahegehen) und fand die Auswahl und Anordnung (Text, dann wieder mal ein Gedicht, dann Gemälde) sehr ansprechend. Sie war jedenfalls sehr berührt von allem. <<